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Radfahrt mitten durch die Natur

Vierte Sachsenheimer Lichtenstern-Tour mit erweitertem Angebot und 600 Teilnehmern

 

BZ | 15.06.2010

Die vierte Sachsenheimer Radtourenfahrt lockte am Sonntag 600 Radfahrer in die Region. Die weiteste der vier Strecken führte in diesem Jahr durch den Schwäbisch-Fränkischen Wald zum Kloster Lichtenstern.

Mit Kind und Kegel nahmen am vergangenen Sonntag 600 Radfreunde an der vierten Jedermann-Tour des Lichtenstern-Gymnasiums Großsachsenheim teil. Das erweiterte Streckenangebot führte mitten durch die herrliche Landschaft der näheren und ferneren Umgebung. Foto: Martin Kalb
Mit Kind und Kegel nahmen am vergangenen Sonntag 600 Radfreunde an der vierten Jedermann-Tour des Lichtenstern-Gymnasiums Großsachsenheim teil. Das erweiterte Streckenangebot führte mitten durch die herrliche Landschaft der näheren und ferneren Umgebung. Foto: Martin Kalb
Dicke Wolken bedeckten den Himmel. Trotzdem waren alle Parkplätze vor dem Lichtenstern-Gymnasium mit den unterschiedlichsten Autokennzeichen belegt. Richtige Radler scheuen den Regen eben nicht. So kamen 600 Hobbysportler aus nah und fern nach Sachsenheim.

"Das Interesse an Jedermann-Rennen nimmt zu", erklärte der stellvertretende Schulleiter des Lichtenstern-Gymnasiums, Helmut Dinkel, den Andrang. "Wegen des Dopings im Rennradsport findet der Breitensport immer mehr Sponsoren", so Dinkel, selbst ein Hobbyradler.

Zusammen mit Neuntklässlern der Sachsenheimer Schule organisierte er bereits zum vierten Mal die schöne Tour durch Wald und Wiesen, durchs Kirbachtal bis in den Schwäbisch-Fränkischen Wald. Nicht nur für Profis.

Hier konnte jedermann teilnehmen: ob jung oder alt. In vier verschieden langen Strecken von 42, 77, 116 und 155 Kilometern war für Genussradler und Familien bis zu Profisportler alles dabei. Die weiteste Strecke von über 150 Kilometern führte dabei zum Schloss Lichtenstern. "Die Radtour ist eine Verbindung zu den Wurzeln der Schule", sagte Dinkel. Denn im Jahr 1954 kamen Mädchen aus dem Kloster Lichtenstern nach Sachsenheim.

Aber nicht nur deswegen lohnte sich der weite Weg auf zwei Rädern. "Man kommt in eine andere Gegend, die man sonst nicht sieht", erklärte Dinkel weiter. "Außerdem möchten wir auf das Kirbachtal aufmerksam machen und Tages- und Wandertourismus dort hinbringen", so Dinkel.

Wie bei der Schnitzeljagd folgten die Radsportbegeisterten den aufgestellten Wegweisern - insgesamt 500 Schilder hatten die Neuntklässler der Schülerfirma Radtour aufgestellt. "Wir haben die Schilder bei Regen aufgehängt", sagte der 15-jährige Sebastian Hlavaty aus Sachsenheim. Zusammen mit Franziska, Felicitas, Tanja, Raphael, Julia und Fabrizia nahm er die vielen Anmeldungen am Sonntagmorgen auf dem Schulgelände entgegen. Stolz waren sie schon, dass wieder so viele Teilnehmer dabei waren.

Und die Teilnehmer lobten das Organisationsteam. "Die Strecke ist super organisiert und ausgeschildert", betonte Berthold Hornung aus Sachsenheim. "Mit der Beschilderung verfährt man sich einfach nicht so schnell", fügte seine Ehefrau Beate Hornung lächelnd hinzu.

Einige Rennsportgruppen verbanden das Vergnügen mit Nützlichem: Training. Die Acht- bis 15-Jährigen der Jugendgruppe des RSG Ludwigsburg radelten die 77-Kilometer-Strecke, an Streuobstwiesen entlang, an historischen Gebäuden vorbei. Regen in Sicht? Das machte den Nachwuchssportlern wenig aus.

Unter den 687 Radtourenfahren des Bundes deutscher Radfahrer hat sich die Sachsenheimer Lichtenstern-Tour bewährt. Auch die Gewerbetreiber vor Ort unterstützten wie in den Jahren zuvor die pfiffige Schüleridee mit Geld- und Sachspenden. "Es geht hier nicht um die Schülerfirma, sondern darum, die Teilnehmer glücklich zu machen", so Dinkel. Glücklich machen mit einem ganz besonderen Geschenk: einem Stück ausgewählter Naturlandschaft.

 

Martina Kütterer