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Teilnehmer der Sachsenheimer Lichtenstern Tour loben Schüler

Vorbildlicher Einsatz
Eine Schülerfirma des Lichtenstern-Gymnasiums hatte erneut für einen gelungenen Ablauf der Lichtenstern Tour am gestrigen Sonntag gesorgt.

BZ | 09.06.2008


"Was für eine schöne Idee", dieser Satz war gestern aus dem Munde vieler Radfreunde zu hören, die bei der zweiten Sachsenheimer Lichtenstern Tour Tritt für Tritt die Landschaft der näheren und weiteren Umgebung erkundeten.

Reger Fahrradverkehr herrschte gestern Vormittag rund um das Lichtenstern Gymnasium. Dies bekamen auch die beiden Schülerinnen Jana Weiß und Andrea Schnabel zu spüren, die in ihrem kleinen Starthäuschen alle Hände voll zu tun hatten. Kontrollkarten und Startnummern mussten ausgegeben, Tipps zu den einzelnen Strecken verteilt und Hinweise für das Gewinnspiel gegeben werden.

Um 9.20 Uhr gaben die beiden Neunklässlerinnen bereits die Startnummer 211 aus. "Viele Teilnehmer sind jedoch ohne Startnummer gefahren, da sie später nicht mehr an das Lichtenstern Gymnasium ins Ziel zurückkommen wollten. Schon kurz vor sieben Uhr heute Morgen stand eine lange Schlange am Start", schilderte Jana, die deutlich mehr Radler als bei der Premiere der Lichtenstern Tour im vergangenen Jahr registrierte. Eindeutiger Publikumsliebling unter den drei möglichen Radstrecken, war die familienfreundliche, 42 Kilometer lange Tour durch das Kirbachtal und die Region Stromberg. Auch der Sachsenheimer Familienvater Robin Pech begab sich mit seinen beiden Kindern, dem neunjährigen Lukas und der zehnjährigen Leonie, auf Erkundungstour von Sachsenheim nach Oberriexingen, Sersheim, Horrheim, Gündelbach durch das Kirbachtal und Kleinsachsenheim zurück ans Lichtenstern Gymnasium.

"Wir sind als begeisterte Radfahrer in diesem Jahr schon zum zweiten Mal mit von der Partie. Die Streckenführung ist sehr gut und für die Kinder problemlos zu bewältigen", machte Pech deutlich. Sonja und Bernd Hanczuk vom Radtreff Sachsenheim bewegten sich auf dieser Strecke ebenfalls nicht in unbekanntem Terrain. Sie waren zwar in diesem Jahr das erste Mal bei der Lichtenstern Tour dabei, doch sind sie bei ihren wöchentlichen Treffs am Freitag ständig auf den Radwegen der Region unterwegs. "Ich finde es toll, dass Schüler so eine Veranstaltung alleine auf die Beine gestellt haben", lobte Sonja Hanczuk. Sie gehörte zu den vielen Mitgliedern von Radlergruppen oder Fahrradvereinen der Region, welche die Lichtenstern Tour gestern zu einem sonntäglichen Ausflug nutzten. Bis aus der Landeshauptstadt Stuttgart kamen die Teilnehmer, die über den Breitensportkalender des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) von der Sachsenheimer Veranstaltung erfahren hatten. Das Projekt der Schülerfirma des Lichtenstern Gymnasiums fand in diesem Jahr Aufnahme in diesem in der breiten Öffentlichkeit bekannten Konzept.

Dafür hatten die Schüler im Rahmen des Ökonomieprofils der neunten Klassen jedoch viele Vorbereitungen zu leisten. "Wir sind seit Anfang dieses Schuljahres bei der Arbeit und haben unterschiedliche Gruppen gebildet, die sich um Werbeflyer, Streckenmaterialien, die entsprechenden Genehmigungen der Behörden und die Sponsoren kümmerten. Heute sind rund 20 Schüler im Einsatz um am Start und an den Kontrollpunkten für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen", erklärte Jana Weiß. Sie ist froh über die praktischen Erfahrungen, die sie in diesem Projekt sammeln konnte. "Vielfach sind diese Abläufe interessanter als der tägliche Unterricht und bleiben länger in Erinnerung", betonte Jana. Sie war überrascht, wie viele Radler sich gestern auch auf die 130 Kilometer lange Strecke über Ottmarsheim, Löwenstein zum Kloster Lichtenstern und über Beilstein, Bönnigheim zurück nach Sachsenheim wagten. Der Regen des Vortages stellte ihrer Meinung nach dabei keine allzu große Behinderung dar, da die ausgesuchten Wege vorwiegend über gut befestigte Strecken verliefen. Dies galt ebenso für die 80 Kilometer umfassende Tour nach Ottmarsheim, Bönnigheim, Zaberfeld über das Kirbachtal zurück, die ebenfalls bei den Radfreunden auf reges Interesse stieß.

Michaela Glemser